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1. Schritt - Hadajuban |
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Die ersten Schritte für das Binden des Kimono, ist das Anlegen der speziellen Kimono Unterwäsche. Hierzu benötigt ihr ein Brustkorsett, um die Oberweite zu reduzieren - eine über den Obi "hängende" Oberweite ist äußerst unschön. Außerdem braucht ihr noch diverse Utensilien um euch abzupolstern. Beim Tragen des Kimono ist es am besten, so wenig weibliche Formen wie möglich zu haben. Daher polstert man am besten das natürliche Hohlkreuz, sowie die Taille aus.
Wer keine Kimono Unterwäsche besitzt, besorgt sich einfach einen kurzärmligen Body. In den Body kann man dann leicht kleine Handtücher einschieben und gewünschte Stellen so auspolstern. Statt des Brustkorsetts könnt ihr einen Sport-BH benutzen.
Die eben genannten Schritte werde ich hier nicht mit Fotos vorführen ... aus verständlichen Gründen. ;)
Auf dem Bild seht ihr das Ergebnis mit angezogenem Hadajuban - einer Art Unterkleid, das unter dem Nagajuban getragen wird. Darunter trage ich die Abpolsterungen.
Und nicht zu vergessen: die Tabi-Socken. : )
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2. Schritt - Nagajuban |
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2. Schritt - der Nagajuban
Der Kragen des Nagajuban wird zuvor mit einem Eri verstärkt (Anleitung siehe HIER). Außerdem ist es ratsam am Rückenteil ein Band anzubringen (siehe Foto). Mit Hilfe dieses Bandes könnt ihr die Tiefe des Kragens im Nacken regulieren.
Der Kragen sollte in etwa eine Hand breit vom Nacken abstehen, also heruntergezogen werden.
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Dann führt ihr beide Bandenden nach vorne und bindet sie dort fest zu. Auf diese Weise wird auch der Nagajuban vorne verschlossen.
Wichtig: der Kragen von Nagajuban und Kimono ist grundsätzlich rechts über links, bzw. von euch als Trägerin aus gesehen links über rechts (siehe Foto). Anders herum bindet man den Kragen nur bei Verstorbenen!
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Nun bindet man sich noch eine Datejime um, sodass der Nagajuban auch wirklich nicht mehr verrutschen kann.
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Fertig - jetzt kann man mit dem Anlegen des Kimono fortfahren.
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3. Schritt - Kimono |
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Zieht den Kimono über und legt ihn am Kragen des Nagajuban an.
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Stellt sicher, dass die Ärmel des Nagajuban in den Ärmeln des Kimono liegen.
Der Nagajuban sollte immer so gewählt werden, dass dessen Ärmel exakt in die des Kimonos passen. Während des Tragens sollten die Ärmel des Nagajuban weder vorne noch hinten an den Kimonoärmeln herausschauen!
Daher kann es nötig sein, sich Nagajuban mit verschiedenen Ärmellängen und Spannbreiten anzuschaffen, sodass man zu jedem Kimono einen passenden Nagajuban hat.
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Zieht die Ärmel des Kimono vorsichtig nach außen, sodass er mittig sitzt und ihr auf beiden Armen die gleiche Ärmellänge habt.
Die Rückennaht, die vom Kragen zum Saum des Kimono reicht, verläuft nun idealerweise mittig auf eurem Rücken.
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Nun geht es daran, die Länge des Kimono zu regulieren.
Kimonos sind grundsätzlich min. so lang wie die Trägerin groß ist.
Der Kimono darf höchstens 10 cm kürzer sein als die Trägerin, sonst ist das Ohashori (die typische Falte die durch das Binden in etwa auf Höhe der Hüftknochen entsteht) nicht mehr möglich.
Um den Längenausgleich und somit das Ohashori zu schaffen, fasst ihr die Kragenenden des Kimono vorne und zieht den unteren Teil des Kimono hoch. Sodass der Kimonosaum an euren Fersen ca. 3-5 cm über dem Boden liegt.
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Nun führt ihr die linke Seite (von euch als Trägerin aus gesehen) des Kimono (Uwamae) zur rechten Körperhälfte und legt die Position des Seitensaums fest - dieser sollte auf eurer rechten Körperhälfte abschließen.
Auf keinen Fall sollte der Saum (die spätere Öffnung beim Tragen) in der Körpermitte liegen!
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Ihr haltet dann Uwamae fest und öffnet es wieder nach außen - merkt euch aber die Länge. Oder besser gesagt, zieht einfach nicht mehr an Uwamae, damit sich die Länge nicht mehr verändert.
Dann platziert ihr Shitamae, die rechte Kimonoseite. Da diese innen liegt, muss sie nicht zwingend seitlich abschließen. Wichtig dagegen ist, dass der Saum bei Shitamae ca. 15 cm über dem Boden liegt. Ihr zieht Shitamae also innen leicht nach oben.
Wichtig: der Saum im hinteren Teil, also bei den Fersen, bleibt wie vorhin erwähnt auf 3-5 cm Höhe!
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Nun faltet ihr Uwamae in die Position zurück die ihr zuvor ausgemittelt hattet. Der Saum von Uwamae schließt ca. 6 - 6,5 cm über dem Boden ab.
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Haltet Uwamae und Shitamae an ihrer Stelle und nehmt euch ein Koshihimo.
Das Koshihimo legt ihr vorne an, überkreuzt es hinten und führt es wieder nach vorne.
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Bindet das Koshihimo so fest wie möglich und macht eine Schleife. Deren Enden steckt ihr am Koshihimo entlang, sodass sie nicht herunterhängen.
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Nun zieht ihr den Rückenteil zurecht über das Koshihimo. Im Idealfall verläuft die Naht im Rücken gerade vom Nacken bis zum Saum, ohne auf Höhe des Ohashori (die Falte die sich nun durch das Koshihimo bebildet hat) verschoben zu werden.
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Nun ist der Oberkörperbereich zu regulieren.
Als erstes solltet ihr das innenliegende Stück innen nach oben falten, sodass sich im Innenbereich hin ein Dreieck ergibt. Auf diese Weise besteht das Ohashori nur aus der linken Hälfte des Kimono und wird somit nicht zu mächtig sondern liegt schön flach am Körper an.
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Jetzt nehmt ihr einen Korin-Belt und befestigt diesen am innen liegenden Kragen.
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Ihr führt den Korin-Belt nun durch die linke Ärmelöffnung ...
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... und hinten über euren Rücken. |
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Somit kommt ihr wieder vorne an und könnt den Korin-Belt nun am äußeren Kragen befestigen.
Der innere Korin-Belt Clip sollte auf gleicher Höhe wie der äußere sein. Sonst ergeben sich durch den ungleichen Zug Falten.
Durch den Korin-Belt wird sichergestellt, dass sich der Kragen auf Brusthöhe während des Tragens nicht lockert.
Stellt sicher, dass der Korin-Belt auf einer Höhe angebracht ist, die später beim Tragen des Obi nicht sichtbar sein wird - also nicht zu hoch!
Habt ihr keinen Korin-Belt zur Hand, könnt ihr euch auch einfach selbst einen machen. Geht in ein Kurzwarengeschäft und kauft euch ein Stück dicken Gummi (zum Beispiel einen für den Hosenbund) und die Clips die man für Hosenträger braucht. Den Gummi etwas länger abschneiden als euer Brustumfang, die Clips an den beiden Seiten des Gummi anbringen - fertig.
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Zieht nun die Falten auf dem Rücken zurecht, in dem ihr den Stoff einfach seitlich unter die Arme und nach unten zieht.
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Legt jetzt wieder eine Datejime an, um dem Kimono einen noch besseren Halt zu geben. Jetzt streicht bzw. zieht noch die Ohashori glatt, sodass keine Falten mehr erscheinen (ihr könnt dazu einfach ein wenig Stoff nach oben in die Datejime schieben).
Fertig.
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4. Schritt - Nagoya Obi (Taiko Musubi) |
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Es gibt unendlich viele Möglichkeiten einen Obi zu binden. Ich stelle euch nun die Grundbindetechnik vor mit einem Nagoya-Obi, der zu einem Taiko Musubi (= Trommel Knoten) gebunden wird.
Ihr beginnt mit dem schmalen Ende und legt dieses vorne an, sodass das Ende an eurer linken (von euch aus gesehen) Seite liegt.
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Nun wickelt ihr den Obi fest um eure Taille bis der Motivbereich des schmalen Stücks vorne aufliegt, bzw. der breitere Bereich erreicht ist.
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Haltet den breiten Bereich in eurer linken hand fest und zieht nun das Anfangsstück des schmalen Bereichs, mit dem ihr begonnen habt, wieder heraus.
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Führt das schmale Anfangsstück bis auf den Rücken. Zieht nun an beiden Stücken - dem breiten wie auch dem schmalen, um den Obi nocheinmal richtig festzuziehen.
Ich werde nun mit einem Hilfsmittel fortfahren, das nicht jeder zur Hand hat. Wer dieses Hilfsmittel (den Obi-Clip) nicht hat, verknotet das schmale und breite Stück des Obi an dieser Stelle einmal! Also keinen richtigen Knoten, sondern einen halben, sozusagen - nur die erste Umschlingung. Zieht es fest!
Wer den Obi-Clip nicht hat, überspringt die nächsten beiden Bilder.
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Der Obi-Clip ist ähnlich einer großen Klammer. Sie wird auf den gewickelten Obi geschoben, sodass in ihr alle Lagen festgehalten werden. Ein Klammernschenkel liegt innen, zwischen Obi und Kimono und der andere Klammernschenkel liegt außen. Dann w ird der Obi-Clip unten verschlossen.
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Nun wird der Obi durch den Clip gehalten - bzw. falls ihr keinen Clip habt, durch den halben Knoten.
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Dieser Schritt ist nicht zwingend, aber hilfreich: befestigt das kurze schmale Ende vorne am Obi - am besten mit einer Wäscheklammer. So kommt es euch nicht in die Quere, bis ihr es braucht.
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Nun Fahrt ihr mit dem breiten Teil des Obi fort. Ihr faltet es nach oben, sodass das Muster oben beginnt.
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Das Obi-Makura wird eingeschoben und kommt auf dem Obi-Clip bzw. dem Knoten zu ruhen. Bindet die Makura fest (vorne auf der Brust verknoten) und schiebt das Band dann in den Obi, sodass es verschwindet.
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Nun wird der hängende Teil nach innen hochgefaltet.
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Im Inneren liegen nun drei Lagen - die seitlich betrachtet ein Zick-Zack ergeben.
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Das Ende des Obi sollte ca. 7 - 8 cm breit unter dem Knoten herausschauen und das Ohashori noch bedecken.
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Mit einem Koshihimo könnt ihr dem "Zick-Zack" für den Moment mehr Halt verleihen, bis ihr alle Schritte ausgeführt habt, und es von alleine festsitzt.
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Hierzu zieht ihr das Koshihimo wie auf dem Bild zu sehen zwischen äußerster Lage und zweiter Lage ziehen. Bindet das Koshihimo dann vorne fest - richtig fest!
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Jetzt zieht ihr die Obiage hindurch und legt sie über das Obimakura. Bindet die Obiage vorne für den Moment in einem einfachen Knoten fest.
Wir werden uns später um die letzendliche Bindetechnik kümmern.
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Ihr könnt nun das kurze schmale Stück, das zuvor vorne am Kimono durch die Wäscheklammer befestigt wurde lösen.
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Faltet es nach hinten, und schiebt das es in den gebundenen Obi.
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Die Obijime wird durch den Obi gezogen und vorne verknotet - genaue Anleitung zum Binden der Obijime siehe HIER.
Mit Hilfe der Obijime wird das schmale kurze Stück in der Mitte des Obi festgehalten - außerdem werden so auch alle anderen Lagen des "Zick-Zack" befestigt. Ab jetzt sollte nichts mehr verrutschen können und festsitzen.
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Daher kann nun auch der Koshihimo entfernt werden, der zuvor zur Sicherheit in den Obi gebunden wurde.
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Jetzt könnt ihr euch um die Obiage kümmern. Diese wird einfach verknotet - ihre Enden werden dann nach beiden Seiten in den Obi geschoben. Der Knoten sollte ganz in der Mitte des Obi (zwischen Obi und Kimono) verschwinden - der Rest der Obiage darf und soll sogar etwas aus dem Obi heraussehen.
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Je nachdem welche Art Obiita ihr besitzt, habt ihr sie entweder bereits vor dem Anlegen des Obi mit einem elastischen Band angelegt oder aber ihr schiebt sie nun in den Obi von oben ein. Am besten zwischen äußerster und zweiter Lage.
Die Obiita verleiht dem Obi seinen festen Stand und sorgt dafür, dass keine Falten entstehen.
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Der Obi sollte letztendlich dann so aussehen.
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Fertig!
Macht euch keine Gedanken, wenn das Binden des Kimono und des Obi nicht sofort klappt! Bei mir hat es auch seine Zeit gebraucht, bis ich es einigermaßen hinbekommen habe. Und perfekt kann ich es immer noch nicht.
Das Anlegen des Kimono ist wirklich eine Kunst und es braucht Übung, Übung, und nochmals Übung, um wirklich gut darin zu werden.
Ich wünsche euch viel Spaß und hoffe ich konnte euch mit dieser Anleitung etwas weiterhelfen.
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