geish
Heute gings nach München, zum Japanfest im Englischen Garten - wie jedes Jahr am 3. Sonntag im Juli.
Nur gab es diesmal eine Premiere: ich ging zum ersten mal, dem Anlass entsprechend, in meinem Sommerkimono, der Yukata, zum Sommerfest.
Zum Glück war es heute nicht so heiß wie in den letzten Tagen, denn die Yukata ist nicht einfach nur ein Baumwollüberwurf. Will man die Yukata so anziehen, wie es Tradition ist, ohne Falten, ein Kragen der in einem bestimmten Abstand zum Nacken absteht, die richtige Länge, ... so muss man sich wie ein Paket verschnüren. Zuerst kommt der dünne Unterkimono - dies ist in Fällen wie meinem nötig, nämlich dann wenn man eine Yukata aus hellem Stoff hat. Außerdem gehört dazu noch der eri (Kragenversteifung) damit der Kragen schön in Form bleibt und absteht. Dazu kommen noch einige andere Untensilien, sodass man am Schluss gut verpackt ins Auto steigen kann. Was blieb war die Sorge, dass die zuvor so aufwendig verschnürte Yukata nicht in Form bleibt, während der, durch den drückenden Obi, recht ungemütlichen Fahrt von Augsburg nach München.
eish
geishaagesha
geish
geishag
geish
geie

geish
Doch die Besorgnis löste sich in Luft auf als ich ausstieg - alles saß wie es sitzen sollte. Und so ging es los in den Englischen Garten.
geis
Der Eingang des Sommerfests befindet sich auf der Seite am Haus der Kunst. Als erstes wird man von Essständen in Empfang genommen. Unter den Essständen befinden sich die japanische Konditorei Y.Suzuki (zur Konditorei gehört ein Geschäft, in dem man Lebensmittel, Tee, Keramik und vieles mehr erhalten kann), das Restaurant Shoya (das mein Lieblingsrestaurant in München ist), die Konditorei/das Restaurant Tanpopo und man häre und staune, sogar ein Restaurant aus Augsburg ist vertreten - das berühmte Manyo. (Nebenbei bemerkt: das Manyo ist das einzige japanische Restaurant in Augsburg! Mein Lebensgefährte und ich haben alle anderen sogenannten jap. Restaurants getestet - das Manyo ist das einzige das japanische Besitzer, Köche, Bedienungen hat und japanische Gerichte bietet! Alle anderen bieten eine Küche, die der japanischen nicht das Wasser reichen kann ...)
geis

geisha
Zum Mittagessen haben wir uns Yakitori (Hänchenspieße) und Yakisoba (gegrillte Nudeln) gegönnt.
Später genehmigten wir uns dann noch einen japanischen Grünteekuchen (Bisquitrolle mit Macha-Tee-Bisquit Teig und Erdbeersahne) :P *lecker*. Und für zuhause habe ich mir noch Dango (links -> gestampfter Reis zu Kugeln geformt und auf Spießchen gezogen - dann mit süßer Sauce versehen, die unter anderem aus Sojasauce besteht) und verschiedene Mochi (gestampfter Reis zu größeren Klößchen geformt - zwei mit Macha-Geschmack und zwei mit Kirchblüten-Geschmack mit Kirchblütenblatt versehen) mitgenommen.
Vielleicht hört es sich komisch an - aber schmecken tun sie fantastisch!!!
geisha
geisha

sgeisha
geisha

geis
Folgt man dem Strom der Leute, so geht es vorbei an Touristikständen, der Japansalon ist vertreten (->befindet sich in der Ohmstraße), ein Stand führt die Herstellung von Shoji Schiebetüren vor, verschiedene Kampfkünste wie Karate und Judo werden vorgeführt. Außerdem finden sich Stände mit Themen wie Ikebana, jap. Keramik, Kalligraphie und vielem mehr.
geis
geisha
Ikebana Installation
geisha
geis
Das Highlight des Festes ist aber möglicherweise die Urasenke (Teehaus), die sich mitten im Englischen Garten befindet, und in der an diesem Tag Teezeremonien abgehalten werden. Die Urasenke ist ein kleines japanisches Häuschen, das vom Wasserkanal des Englischen Gartens gesäumt ist. Man sollte die Möglichkeit nutzen, an einer echten japanischen Teezeremonie teilzunehmen - allerdings sollte man früh zur Stelle sein, die Teezeremonien sind schnell ausverkauft.
geis

Über einen Steg gelangt man zum Holz-Tor der Urasenke.
Außerdem: im Wasser schwimmende Ikebana Installation.
geisgeis

geis
Auf dem Fest findet sich auch eine kleine Bühne, auf der Tänze vorgeführt werden. Letztes Jahr wurden sogar extra japanische Shinto-Mönche aus Japan engeflogen, die zu Beginn des Festes eine Reinigungszeremonie auf der Bühne abhielten.
Dieses Jahr bot eine Kindertanzgruppe ihre traditionellen Tänze dar - alle gekleidet in Yukata. : )
geis
geisha
geis
Überhaupt gibt sind viele in Yukata unterwegs - die Stimmung eines japanischen Festes kommt dadurch erst richtig auf.
geis
geisgeisgeisgeisgeis
geis
Und ich mitten drin : )
geisha
geisha

Ich fand es auch sehr interessant, dass doch einige ältere Japaner in formelleren Kimonos erschienen. Damen in Iro-muji und Herren in den traditionellen Hakamas - wie hier auf dem Bild zu sehen.
geisha

Und wen haben wir hier? Das kleine Kerlchen hat es sich doch glatt auf einem Stein des Zen-Gartens gemütlich gemacht. : )
geisha


geisha

geis
geisha
Wer sich für Japan interessiert und nahe München wohnt, dem kann ich nur empfehlen, mal nächstes Jahr auf dem Japanfest vorbeizuschaun.
Es ist ein Erlebnis - ein kleines Stückchen Japan in Bayern! : )
geishageish
geishgeishisha