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Die Heian Periode

Vorläufer der heutigen Geishas gab es schon in der Heian Periode, die von 794 bis 1195 andauerte, als die Fujiwaras als Kaiserfamilie herrschten.
Zu dieser Zeit, als das Land mit Frieden und Wohlstand gesegnet war, konnte sich die obere Gesellschaftsschicht getrost den Künsten widmen, ohne sich den Kopf über das schlagen von Schlachten zerbrechen zu müssen.
Die damaligen, aristokratischen Frauen lebten in Häusern die unbeheizt waren, am Tage waren die Räume der Häuser auf Grund mangelnder Fenster in schummriges Licht gehüllt und in der Nacht erleuchtet vom Schein der Kerzen. Sie lebten dort in einer Art Harem. Männer kamen wenn dann zu Besuch - doch dann befanden sich die Damen hinter seidenen Vorhängen oder Wandschirmen, so dass man ihre Gestalt nur erahnen konnte.

Gingen sie aus, so saßen sie in Ochsenkarren, deren Fenster verhängt waren. Doch ließen Sie ab und an einen ihrer seidenen Ärmel aus dem Fenster hängen, um den, der es sah, auf die verborgene Schönheit aufmerksam zu machen.
Die Heian Frauen waren gebildet, belesen und verstanden es, kultivierte Gespräche zu führen. Murasaki Shikibu war eine von ihnen. Sie schrieb um das Jahr 1000 den ersten Roman der Welt - die Genji Monogatari (= Die Geschichte des Prinzen Genji).
Die Heian Gesellschaft war wohl die hemmungsloseste in der Geschichte der Menschheit. Promiskuität war an der Tagesordnung. Die Ehe war eine politische Angelegenheit - man heiratete den Partner der von Eltern und Hof auserwählt wurde. Die wahre Liebe hatte damals nichts mit der Ehe zu tun.
So kam es, dass eine aristokratische Frau mehr für ihren fehlenden Geschmack bei der Wahl ihrer Kleider als für die Anzahl ihrer Liebhaber missbilligende Blicke erntete.
Die Liebe war damals eng mit der Kunst verbunden - tiefe Gefühle wurden in Gedichte gehüllt und Momente die man mit dem Liebsten verbrachte in schönster Kalligrafie auf erlesenem, parfümierten Papier festgehalten.
Gedichte wurden unter den Partnern ausgetauscht und dies war mit ein Punkt, der darüber entschied, ob eine Beziehung fortgeführt wurde oder nicht. Gefiel der Dame oder dem Herren nämlich nicht, wie oder worauf das Gedicht verfasst war, sagte ihr oder ihm der Wortwitz nicht zu, so geschah es, dass die Beziehung durch ein einziges Gedicht beendet wurde.
Doch war es auch nicht schwer, in der Heian Periode eine Gefährtin für die Nacht zu finden, so gab es immer noch Prostituierte. Es gab gewöhnliche Prostituierte, die die Straße entlang schlenderten und als "Treibholz" bezeichnet wurden.
Ihr Gegenstück war die hochgebildete Kurtisane, die nicht selten aus hochangesehenen Adelsfamilien stammte, welche ihren hohen Status verloren hatten. Andere wiederum erlangten den Status der Kurtisane durch ihre Schönheit oder ihr außergewöhnliches Können in Punkto Musik, Tanz oder Gesang - welches sie zu gerngesehenen Gästen bei Adligen machte.

Ende des 7. Jahrhunderts tauchten die Saburuku und die Shirabyoshi auf, deren Entstehung auf die späte Heian Periode und frühe Kamakura Periode (1185 - 1333 n. Chr.) zu datieren ist.
Soziale Ungerechtigkeit zwang Frauen der unteren gesellschaftlichen Schicht dazu, ihre Körper des Überlebens willen zu verkaufen.
Unter ihnen gab es aber auch durchaus gebildete Frauen, die auch talentierte Tänzerinnen und Sängerinnen waren. Damals bezeichnete man diese Frauen, die durchaus auch zu aristokratischen Zusammenkünften zur Unterhaltung geladen wurden, als Saburuko - "die, die dienen".

Zu einer Zeit, in der die soziale Struktur Japans zu zerbrökeln begann, und aristokratische Familien ihre Besitztümer verloren, waren ihre Töchter dazu gezwungen Shirabyoshi zu werden, um überleben zu können.
Shirabyoshi wird von dem Tanz abgeleitet, den diese Frauen beherrschten. Da sie hochgebildet waren, sich im Tanz und der Poesie verstanden, wurden sie oft von hohen adligen Familien unterstützt, solche wie die Fujiwaras oder die Taira - und nicht selten geschah es, dass eine eben jener Frauen ein Kind gebar, in dessen Adern adliges Blut floss.
Die Shirabyoshi trugen Kleidung wie man sie von Shinto-Priesterinnen kennt, sie spielten auf Trommeln und Flöten und waren berühmt für ihre Tanzdarbietungen. Berühmte Frauen dieser Art waren unter anderem Shizuka (siehe Bild links), die Konkubine von Minamoto no Yoshitsune (1159-1189) oder Kamagiku, die Favoritin des Kaisers Gotoba (1189 - 1239).

16. und 17. Jahrhundert

Japan hatte über 400 Jahre unter den Kriegen rivalisierender Kriegsherren gelitten und schritt nun in eine friedvolle Zeit, wie es sie seit der Heian Periode nicht mehr erlebt hatte. Ieyasu Tokugawa hatte seine Rivalen besiegt und war nun im Stande das Land unter seiner Herrschaft zu einen - doch verlegte den kaiserlichen Hauptsitz von Kyoto, der kulturellen Hochburg Japans, nach Edo, dem heutigen Tokyo,
Durch die Tatsache, dass Edo nun Hauptstadt war, dehnte sich die Stadt immer mehr aus. Es entstanden außerdem zahlreiche Bordellviertel, die ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr zu kontrollieren waren. So wurde entschieden, die Bordelle müssten aus der Stadt in ein eigens für sie angelegtes Gelende ausgelagert werden. Das wohl berühmteste Vergnügungsviertel Japans entstand - das Yoshiwara. Sein Name kommt daher, da das Viertel in einem Sumpfgebiet gebaut wurde, das zuvor von Flechten und Binsen überwuchert und kaum zugänglich war. Yoshi bedeutet Binsen.

(Bild links: Yoshiwaras Eingangstor)

Das Yoshiwara war, genau wie andere Viertel seiner Art, von der Außenwelt abgeschirmt. Die Prostituierten und Kurtisanen, die hier lebten durften das Yoshiwara nicht verlassen - egal unter welchen Umständen. Sie unterlagen im Yoshiwara einer hierarchischen Ordnung.
Die gewöhnliche Prostituierte nannte man joro oder yuna und die höchsten Kurtisanen wurden als tayu bezeichnet.
Die tayu stammten meist aus den niederen Gesellschaftsschichten, doch waren sie hochkultivierte Künstlerinnen und auch ihre Aufmachung stellte ein Kunstwerk dar.
Tayus waren ausgebildet in Tee- und Weihrauchzeremonien, sie besaßen die Gabe der Dichtung und verstunden es mit Musikinstrumenten umzugehen. Doch dies waren nur einige der vielen Künste die sie beherrschten. Für ihre Kunden erweckten die tayu durch ihre Künste die alte Heian Periode wieder zum Leben, nach der sich die aristokratischen Kreise so sehr zurücksehnten.
Tayu, Sänger, Schauspieler und andere Arten von Unterhaltungskünstlern nannte man kawamono - "Menschen vom Flussbett".
Zu dieser Zeit formatierten sich kleine Gruppen von Prostituierten und Kurtisanen die zusammen durch Land zogen - sie führten erotische Tänze und Schauspielstücke auf, um zu überleben. Diese neue Art Tanz wurde kabuki genannt, was vom Wort kabuku (= Spaß machen) abgeleitet ist.
Doch da die Tänzerinnen sehr verehrt wurden und schon fast wie Stars gefeiert, gab es oft Tumulte und sogar Duelle um die Damen. Als dies immer größere Ausmaße annehmen zu drohte, wurde kurzerhand mitte des 17. Jahrhunderts ein Gesetz erlassen, dass es Frauen verbot, Tänze aufzuführen. Das Tanzen wurde dann von jungen Schönlingen übernommen - doch dies führte ebenfalls zu ähnlichen Ausschreitungen und so verfügte man, dass nur noch Männer mittleren Alters diese Art Tanz aufführen durften. Woraus das heute bekannte kabuki entstand. (siehe rechts - zwei kabuki Schauspieler)
Wie dem auch sei - die Tänzerinnen waren arbeitslos und einige von ihnen fanden eine Anstellung in Samurai Haushalten. Sie gaben private Aufführungen doch verdienten sie sich auch ihren Lebensunterhalt indem sie Unterricht in Tanz und Musik gaben.
Ein Jahrhundert später sollte diese Art Frauen in Geishas übergehen.

Geisha - zu Anfang ein Männerberuf

Bis ca. 1750 waren Geishas noch Männer - sogenannte Unterhaltungskünstler -otoko geisha. Ein otoko geisha (otoko = männlich) war selbstständig tätig und wurde von Teehäusern, so wie es später bei weiblichen Geishas üblich wurde, gebucht um die Gäste zu unterhalten.
Ein otoko geisha verfügte über Fertigkeiten in Gesang und traditionellem Tanz, doch er verstand es auch, seine Gäste mit erotischen oder witzigen Geschichten bei guter Laune zu halten. Seine Unterhaltungsdienste dienten dazu, die Zeit zu überbrücken, bis die favorisierte Kurtisane der Gäste eintraf und die Unterhaltung des Abends übernahm.
Als sich das 17. Jahrhundert zu Ende neigte, kamen die sogenannten odoriko (=Tänzerinnen) auf, die bald den Platz der otoko geisha einnehmen sollten. Aufgrund ihrer hohen Abstammung, wurde ihnen schon im frühen Kindesalter die Ehre zu Teil, bei berühmten Meistern des Tanzes in die Lehre geschickt und auch im Gesang und dem Spiel von Instrumenten ehrgeizig ausgebildet zu werden.
Der Vorteil der odoriko war es, dass sie nicht wie die tayu an die Vergnügungsviertel gebunden waren. Sie waren frei und lebten außerhalb der fließenden Welt.
Prostitution war außerhalb der Vergnügungsviertel aufs Strengste verboten und da die Kurtisanen begannen ihre künstlerischen Fähigkeiten zuvernachlässigen und sich auf andere Dienste zu konzentrieren, nutzten die odoriko die Gunst der Stunde und nahmen die freigewordene Stelle ein.

Sie nannten sich nun onna geisha (onna = weiblich) und taten es den otoko geishas nach. Sie unterhielten ihr Publikum mit Tanz und Schalk - denn die intimere Art von Unterhaltung war ja den Kurtisanen vorbehalten.
So beschränkten sich die weiblichen geishas also auf die Ausübung der traditionellen Künste und verdrängten schließlich ihre männlichen Vorgänger, die otoko geisha, aus den Teehäusern.

Die Kurtisanen überließen von nun an die Ausübung der Künste den geishas - doch damit riefen sie eine Wertminderung ihres eigenen Berufes hervor.
Mit dem Wegfallen der Künste aus ihrem Repertoire, waren Kurtisanen von da an nichts weiter, als kostbar verpackte Prostitiuierte (siehe Bild links).
Zu dieser Zeit überschritten die onna geishas oft die Grenzen ihrer eigentlichen Unterhaltungskunst. Die Kurtisanen sahen sich in ihrer Existenz bedroht und schon 1779 erreichten die besorgten Bordellbesitzer eine Gesetzgebung, die den Geishas verbot, sexuelle Dienste anzubieten.
Außerdem wurden sie von nun an unter strenge Regeln gesetzt und vom Staat kontrolliert. Zu diesem Zweck wurde ein neues Amt eingeführt - das Kemban-Sho, bei welchem jede Geisha registriert sein musste und welches die Geishas überwachen sollte.
Neue Vorschriften und Gesetze sollten dafür sorgen, dass die Geisha für die tayu (Kurtisanen) keine Konkurrenz mehr darstellte. So mussten Geishas von nun an zur Ausübung ihres Berufes eine strenge und langwierige Ausbildung in den traditionellen Künsten absolvieren. Sie wurden auf die Ausübung eben jener Künste beschrenkt, mussten von nun an unauffällige und ungemusterte Kleidung tragen und das Verbot ihre Körper zu verkaufen - ist wie alle anderen Punkte auch - bis heute aufs Strengste einzuhalten.
Ihre Frisur wurde auf den Shimada Stil beschrenkt, und lange Zeit war es einer Geisha nur gestattet einen Kamm und eine Haarnadel als Haarschmuck zu tragen.

Folgende Bilder zeigen eine tayu (linkes Bild) in ihrer detaillreichen und schon fast überladenen Aufmachung. Und eine geisha (rechtes Bild) mit schlichter, schmuckloser Frisur und schwarzem Kimono. Ein weiterer Unterschied ist die Art wie der Kimono bzw der Obi gebunden wird. Die Geisha hat den "Knoten" ihres Obi auf dem Rücken. Die tayu dagegen tragen den Knoten vorne - auf diese Weise kann die tayu sich schneller ihres Kimonos entledigen und ihn auch selbst wieder zuschnüren - so heißt es. Was bei der Geisha ja nicht nötig ist.

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Während die Geishas von Edo/Tokyo in Yoshiwara mit den tayu lebten, waren und sind die Geisha- und Kurtisanenviertel von Kyoto getrennt.
Geishas leben in Kyoto in Hanamachis, wie dem berühmten Gion. Das Kurtisanen- bzw. Vergnügungsviertel von Kyoto heißt Shimabara.

Als Schülerinnen wurden zu damaligen Zeiten meist Mädchen vom Land gewählt, deren Eltern für das Überleben der restlichen Familie ihr Kind zur "Adoption" freigaben. Damals waren die Maikos noch um einiges jünger als heute (siehe rechts)
Der Verkauf von Kindern war schon damals verboten und so nannte man es Adoption - während eine Geldsumme an die Eltern des Mädchens gezahlt wurde. Diese Summe wurde dem Mädchen sozusagen in Rechnung gestellt - ebenso wie alle zukünftig anfallenden Kosten, die zu dessen Ausbildung zur Geisha nötig waren. Später, als wahre Geisha, würde das Mädchen ihre Schulden zurückzahlen können.
Die Ausbildung verlief über mehrere Jahre - das Mädchen erlernte traditionelle Tänze aber auch neumodische Tänze. Sie musste viele Gedichte auswendig lernen und musste sich die Fähigkeit aneignen, zu jeder passenden Gelegenheit einen kleinen Scherz oder ein lyrisches Gedicht machen zu können.
Intensiver Gesangsunterricht war ebenfalls ein Teil der Ausbildung - die Maiko musste damals Texte klassischer Balladen aber auch neuester Schlager beherrschen.

Hatte die Maiko schließlich ihre Ausbildung beendet, wurde sie als Geisha im Kemban-Sho registriert und konnte ihre Tätigkeit als kulturelle Unterhalterin aufnehmen.

Ab 1872 bildeten sich auch in Tokyo Geishaviertel außerhalb von Yoshiwara - so wie es vorher auch schon in Kyoto üblich war. Im Jahr 1872 fanden auch die ersten Miyako-Odori Tänze statt - die sogenannten Kirschblüten Tänze, die seitdem bis heute jährlich abgehalten werden. Sie geben den Maikos und Geikos die Chance dem öffentlichen Publikum ihre Fortschritte im Erlernen der Künste vorzuführen.

Moderne Zeiten - die Geisha des 20. Jahrhunderts

Die Zeit um Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts war für die Geishas eine goldene Zeit. Die Stimmung in den Teehäusern war weitaus lockerer als in den Häusern von Vergnügungsvierteln wie Shimabara. Geishas waren zu dieser Zeit diejenigen, die neue Modetrends heraufbeschworen - im Vergleich dazu, kleideten sich die tayu eher altmodisch. Die Geishas besaßen nun etwas, das die tayu nicht hatten: sie waren für ihren guten Stil bekannt, der zu dieser Zeit großgeschrieben wurde, und wurden für ihr loyales und liebenswürdiges Auftreten geschätzt.
Zu dieser Zeit kam auch der Begriff "Meiji Geisha" auf. Heraufbeschworen wurde er durch das fast heldenhafte Verhalten damaliger Geishas, die ihre durch Verfolgung dem Tot geweihten Liebhaber versteckten. Sie riskierten ihr eigenes Leben und als sie schließlich siegten, gingen sie als heldenhafte "Meiji Geishas" in die Geschichte ein.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahm die Zahl der Geishas innerhalb zweier Jahrzente drastisch zu. Waren es 1905 noch ca. 2300 Geishas alleine in Tokyo so stieg die Zahl bis 1920 auf fast 10.000.
Und so wie sich die Welt in den 20er Jahren wandelte so gingen auch einige Veränderungen in den einzelnen Hanamachis vor, indem man versuchte sich den modernen Zeiten anzupassen.
Zu dieser Zeit galt es auch als extrem erstrebenswert auf dem neuesten Stand der Mode zu sein. Und was modisch war, war gleichbedeutend mit allem westlichen.
Genau zu diesem Zeitpunkt wurde Geishas klar, dass das, was vorher ein Teil ihres Lebens war - Trendsetterinnen zu sein - nun zu ihrem Untergang führen könnte. Denn was sie von der Maße abhob, waren die alten Künste und so wandelten sie sich von modischen Trendsetterinnen zu Bewahrerinnen alter Traditionen. Genau dies ist auch der Grund, warum sie es geschafft haben, ihren Berufsstand bis heute am Leben zu erhalten.
Doch gab es damals einige Stimmen die die Geishas zur Modernisierung aufriefen und sogar forderten, zu einem "normalen Beruf" zu wechseln.
Die Geishas schenken diesen Rufen keine Beachtung - und schon mit Beginn des zweiten Weltkrieges waren eben jene Stimmen verstummt.
Die Geishas galten durch ihre Vaterlandsliebe und die Bewahrung der Traditionen als Kulturschatz.

Bis kurz vor Ende des Krieges standen die Geishas für die Unterhaltung von Gästen in Teehäusern zur Verfügung. Doch die Hanamachis wurden gezwungen ihre Häuser zu schließen, so dass die Geishas zur kriegsunterstützenden Arbeit in Fabriken abgeordert wurden. Viele jedoch konnten der schweren Arbeit entgehen, falls ihre Gönner sie auf deren Gehaltslisten schmuggeln konnten.

Japan kapitulierte am 15. August 1945.
Am 25. Oktober durften die Bars, Tee- und Geishahäuser wieder geöffnet werden und das Leben der Hanamachis kam nach und nach zu seinem Gleichgewicht zurück.

Bis heute ist es den Geishas gelungen, ihre Existenz durch das Bewahren der alten Traditionen aufrechtzuerhalten.
Nun bleibt nur zu hoffen, dass die momentan sinkende Zahl der Geishas und Maikos in den Hanamachis, nicht vollends zum Versiegen kommt und Japan es schafft, das Kulturgut "Geisha" am Leben zu erhalten.

Übrigens gibt es auch tayus heute noch - wenn auch nur noch eine handvoll und somit eine weitaus kleinere Zahl als Geishas.