Die Frisur einer Maiko wird aus ihrem eigenen Haar aufgebaut. Einmal in der Woche besucht die Maiko einen professionellen Friseur, der auf die Frisuren der Welt der Geikos spezialisiert ist. Die Maiko muss deshalb immer besonders auf ihre Frisur achten, damit sie eine Woche “übersteht”. Aus diesem Grund kann die Maiko nur auf dem omaku, einer Nackenstütze die mit einem kleinen Buchweizenkissen versehen ist, schlafen.
Die Frisur einer Maiko wird aus ihrem eigenen Haar aufgebaut. Einmal in der Woche besucht die Maiko einen professionellen Friseur, der auf die Frisuren der Welt der Geikos spezialisiert ist. Die Maiko muss deshalb immer besonders auf ihre Frisur achten, damit sie eine Woche “übersteht”. Aus diesem Grund kann die Maiko nur auf dem omaku, einer Nackenstütze die mit einem kleinen Buchweizenkissen versehen ist, schlafen.
Der Friseur zieht das lange Haar der Maikos, das meist bis weit über ihren Rücken hinab reicht, mit heißen Zangen glatt.
Dann wird es mit einer speziellen Paste namens bintsuke-abura behandelt, die die lange Haltbarkeit der komplizierten Frisur ermöglicht.
Allerdings beklagen sich die Maikos darüber, dass eben diese Paste einige Haarwäschen benötigt bis sie wieder ausgewaschen ist - außerdem verursacht diese Paste, die ja eine Wocche auf dem Haar und der Kopfhaut bleibt, ziemlichen Juckreiz.
Japanisches Haar ist dicker und schwerer im Vergleich zum Westlichen, dennoch wird der Friseur ein künstliches Haarteil, ketabo genannt, in die Frisur mit einflechten um der Frisur noch mehr Volumen und Halt zu geben.
Es gibt fünf Grundfrisuren bei Maikos:
Die erste wird wareshinobu genannt. Was so viel wie „Gespaltener Pfirsich“ bedeutet.
Diese Bezeichnung ist auf eine art kleines rotes Kissen, genannt kanoko, zurückzuführen. Der Haarknoten (mage) der Maiko wurde so um  dieses rote Kissen herumdrapiert, dass vorne und hinten noch ein Stück davon zu sehen ist.
Diese Frisur unterstreicht die Lieblichkeit der Maiko und wird zu Anfang ihres Trainings getragen, einschließlich zum Anlass des  Omisedashi. Allerdings verziert eine Maiko beim Omisedashi, oder anderen besonderen Anlässen, ihre wareshinobu Frisur mit speziellen Haarnadeln, den kanzashi. Vorwiegend die silbernen bira kan (“flatternde silberstreifen”), tama kan ( aus Korallen und Perlen) und einigen anderen.

Wenn der achtzehnte Geburtstag der Maiko näher rückt,  verändert sich die wareshinobu Frisur, in dem das  kanoko nur noch am hinteren Teil des mage zu sehen ist, und wird zur ofuku Frisur.
Früher hätte die Veränderung des wareshinobu zum ofuku signalisiert, das die Maiko nun einen Danna hatte.
Katsuyama (links) und yakko-shimada (rechts) sind Frisuren die die Maiko zum Ende  ihrer Ausbildung hin zu speziellen Anlässen trägt.
Die katsuyama wurde nach einer Stargeisha des 17.  Jahrhunderts benannt, und wird zum Gion Fest im Juli getragen. Diese Frisur wurde auch marumage genannt und weitverbreitet bis zur Showa Periode von verheirateten Frauen getragen.
Yakko-shimada wird zu formellen Anlässen getragen, wie beispielsweise zu den Neujahrs  Festlickkeiten, wenn die kanzashis der Maikos mit  Reisähren verziert sind, zu Setsubun und am 1. August.
Einen Monat vor ihrer erikae Zeremonie (“Kragenwechsel”, mehr dazu im Kapitel “Maiko - Ausbildung und Debut”) trägt die Maiko die sogenannte sakko Frisur, für die das für die vorhergehenden Frisuren aufgebauschte Oberhaar abgeschnitten wird. Hierdurch, heißt es, soll die Maiko zeigen, dass sie Willens und bereit ist nun Geiko zu werden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Frisur der Maiko mit kanzashis aus Schildpatt, bira-kan oder tama-kan (mit  Edelstein besetzte kanzashis) verziert und auf dem toupierten Haar über der Stirn mit roten Bändern versehen. Dies ist die letzte Frisur die sie als Maiko trägt.
Die Maiko hat noch weitere Frisuren für spezielle Anlässe, wie zum Beispiel das Miyako Odori - Kirschblüten Tanz - das in Gion stattfindet. Die Maikos tragen eigens für das Miyako Odori kreierte Frisuren.
(Siehe rechts - Fujika-san in ihrer Maikozeit beim Miyako Odori)

Weitere Frisuren:
Die Maikos in Pontocho tragen noch 5 weitere Frisuren, bis sie schließlich die sakko Frisur zum Abschluss ihrer Maikozeit tragen. In den Hanamachis Pontocho und Miyagawacho werden weitere Frisuren getragen, die es in den anderen Hanamachis nicht gibt. Unter anderem sind das die folgenden beiden Frisuren - oshi yun
(links) und osafune (rechts)

Bis etwa Mitte der 60er trugen die Geikos, ebenso wie die Maikos, ihr eigenes Haar zur kunstvollen Frisur arrangiert.
Aber nach  und nach begannen sie vermehrt Perrücken zu tragen - katsura.
Dies geschah teilweise deshalb, weil es immer weniger Friseure für die traditionellen Haartrachten gab, und auch weil eine Geiko ihre Frisur je nach Tanz, der auf einem ozashiki verlangt wird, ändern muss.
Ein weiterer Faktor für die Veränderung war, dass die Herstellung von katsuras große Fortschritte machte. Hatten die Perücken vorher noch  mehr als ein Kilogramm gewogen, waren sie nun mit 600 Gramm doch um einiges leichter und angenehmer zu tragen.

Katsuras werden aus echtem Haar hergestellt, das gereinigt und dann mit einer natürlichen  Farbe koloriert wird.
Jede kastura wird individuell für jede Geiko hergestellt, indem der Perückenmacher den Kopf der Geiko genau abmisst und nach längerem Betrachten entscheidet, wie die katsura aussehen muss, um das Gesicht und die Statur der Geisha am besten zu unterstreichen.

Eine Geiko benötigt mindestens 3 verschiedene katsuras:
shimada - für formelle Anlässe
tsubushi-shimada - für etwas weniger formelle Anlässe
mae-ware - wird getragen wenn die Geiko eine
männliche Rolle bei einer Aufführung tanzt
Der wenige Haarschmuck der Geisha besteht aus breiten Kämmen und dekorierten Haarnadeln.
Diese Art von Haarschmuck diente ursprünglich dem eigenen Schutz, so konnte man sich bei Gefahr mit den Haarnadeln gegen einen Angreifer verteidigen.
Für die Sommer Monate (Juni bis September) sind die kanzashis der Geiko aus Jade und werden mit einem weißen oder silbernen Kamm getragen.
Im Herbst, Winter und Frühling (Oktober bis Mai) trägt die Geiko kanzashis aus Koralle und aus Schildpatt gearbeitete Kämme.
Der Haarschmuck der Geiko ist nicht so farbenprächtig und üppig wie der der Maiko, doch unterstreicht er in seiner Einfachheit die natürliche Schönheit der Frau.
Da die Geiko die Perücke fast jeden Tag benutzt, wird sie meist zweimonatlich auffrisiert. Sollte sich eine Geiko die Gunst ihres Perückenmachers verscherzen, kann es schon einmal vorkommen, dass er sie bei einem eiligen Auftrag einfach warten lässt. Um das zu vermeiden, werden die Perückenmacher/innen mit Schmeicheleien, Trinkgeldern und Komplimenten überhäuft.
Wird eine katsura von einer  einzigen Person hergestellt, so kann dies bis zu 2 Wochen dauern. Heutzutage werden die Perücken meist von kleinen Familienbetrieben hergestellt. Der Durchschnittspreis einer katsura beträgt um die 500.000 Yen, was ungefähr 5000 Euro entspricht.