Hanadai bedeutet "Blumengeld" und bezeichnet das Honorar der Geiko und Maiko für ein Bankett oder eine andere Veranstaltung zu der sie durch einen Kunden gebeten wird. Das hanadai wird oft auch o-hana genannt - ehrenwerte Blume
.

Früher, als es noch keine Uhren gab, wurde die Zeit mit osenko (Räucherstäbchen) gemessen, die während der Arbeitszeit der Geiko oder Maiko niederbrannten.
Das Abbrennen eines Stäbchens war eine Einheit und wird ippon genannt. Die Stäbchen und somit auch die Einheiten variierten in ihrer Länge von Hanamachi zu Hanamachi. So gingen 12 Stäbchen auf eine Stunde in Gion und nur vier Stäbchen entsprachen einer Stunde in Pontocho. Die Bezeichnung gibt es noch, obwohl die Praxis längst eine andere ist.

Die gegenwärtigen Tarife schwanken von Gegend zu Gegend. Allgemein kann man sagen, dass das Honorar einer Geiko bei etwa 10.000 Yen (ca. 90 Euro) pro Stunde liegt.
Das ist aber längst nicht alles: Zusätzlich gibt es durchweg gut bemessenes Trinkgeld. Niemand würde es wagen, eine Maiko oder Geiko zu beleidigen, indem er ihr weniger als 10.000 Yen zusätzlich zusteckt.

Nicht selten hat sie am Ende eines Abends zusätzliche 40.000 bis 50.000 Yen im Kragen ihres Kimono verschwinden lassen.

Engagiert ein Kunde eine Geiko oder Maiko für eine Gesellschaft, so läuft die Zeit ab dem Augenblick, in dem sie die Tür der Okiya aufschiebt und hinaus auf die Straße tritt. Der Gast zahlt jede Minute, die die Maiko oder Geiko seinetwegen außerhalb der Okiya verbringt. Außerdem übernimmt er die Transportkosten.
Oft kommt es vor, dass Geikos und Maikos zu  weiter entfernten Banketts eingeladen werden, ja sogar von Kyoto bis nach Tokyo bestellt werden. Dies alles geht auf Kosten des Kunden. Oft lädt ein Kunde eine Geiko oder Maiko auch zum Essen ein, so zahlt er für Lunch oder Dinner und natürlich immer die Transportkosten. Dasselbe gilt, wenn er sie beispielsweise mit zu einer Kabukiaufführung oder einem anderen Ausflug nimmt.
(Links: ein Foto von Fujika-san - es zeigt sie bei einem Tanz auf einem Bankett)

Dann gibt es noch das sogenannte o-asobi. Man kann eine Anzahl von Einheiten für seine Lieblingsgeisha kaufen, damit kauft man ihr so zusagen einige Stunden Freizeit. Diese Zeit kann die Geisha verbringen wie sie möchte, also auch ohne den Gönner der bezahlt hat.
Früher konnten Kunden und Dannas Geishas und Maikos auch beispielsweise an sehr geschäftigen Festtagen von ihren Verpflichtungen “freikaufen”.

Die Bezahlung der Geikos und Maikos erfolgt aber nicht direkt - hiermit ist nicht das Trinkgeld gemeint. Der Gastgeber zahlt das hanadai an die ochaya, die es dann an die okiya der Geiko weiterleitet. Dort wird es für die Geiko verwaltet. Wohlgemerkt: die Geiko kann darauf natürlich jederzeit zugreifen!
Sollte die Geiko selbstständig und nicht mehr in einer okiya leben, so wird ihr das hanadai natürlich direkt von der ochaya zukommen.
Bei Maikos ist es so, dass ein Teil ihres hanadai für die Ausgaben verwendet wird, die die okiya im Laufe der Ausbildung der Maiko für diese aufbringen muss.

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