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Es heißt japanische Frauen seien frommer als japanische Männer und dies trifft vorallem auf die Frauen der Hanamachis zu. In den Hanamachis werden Religion und Brauchtum besonders gepflegt.

Hier nun ein Überblick der Bräuche und Festlichkeiten eines Jahres:

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Neujahrs Festlichkeiten ( 1. bis 3. Januar ) Neujahr ist das wichtigste Ereigniss im japanischen Jahr. So wie sich bei uns die Familien zu Weihnachten treffen, geschieht dies in Japan zu Neujahr. Zu dieser Zeit besuchen die meisten Maikos und Geikos ihre Familien, die Gäste tun es ihnen gleich und deshalb ist es an diesen 3 Tagen besonders ruhig in den Hanamachis.
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Eröffnungs Zeremonien ( 7. Januar ) Bis zum 7. Januar sind alle Geikos und Maikos wieder in ihre Hanamachis zurück gekehrt. Am Tag der Eröffnungs Zeremonien tragen die Geishas und ihre jüngeren Schwestern die formellen schwarzen Kimonos.
Das Haar der Maikos ist geschmückt mit dem kanzashi des Januars und Geikos tragen das aus Koralle gefertigte schlichte kanzashi des Winters. Beide tragen eine seitlich herab hängende Reisähre in ihrer Frisur, die Maiko auf der rechten, die Geiko auf der linken Seite.
Ein alter Brauch besagt, dass drei Reisähren die in Papier gewickelt sind und im Geldbeutel aufbewahrt werden, Glück und Wohlstand bringen. Aus diesem Grund beten die Gäste oft Geikos und Maikos darum, ihnen doch ihre Reisähren zu überlassen.
Zu diesen Festlichkeiten treffen sich die Geikos und Maikos in der Nyokoba Tanzschule in Gion-Kobu. Dort werden die jenigen geehrt, die im vorherigen Jahr besondere Leistungen erbracht haben.
Zum Abschluss führt die Meisterin des Tanzes, derzeit ist dies Yachiyo Inoue V, einen der schwersten Tänze auf - “Yama to Bumi”. Er basiert auf einer alten Sage und wird mit einem Fächer in der linken und einer Glocke in der rechten Hand getanzt.
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Hatsyuyori ( 13. Januar ) An diesem Tag statten die Maikos und Geikos in Gion-Kobu, der Meisterin des Tanzes, Yachiyo Inoue V, einen Besuch ab. Sie überbringen ihr ihre Neujahrs Glückwünsche und verprechen sich weiterhin zu bemühen ihre Fertigkeiten zu verbessern. Zu diesem Besuch werden otoso (besonderer Reiswein der nur im Winter gereicht wird) und ozoni (Reissuppe) serviert.
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Setsubun und Obake ( 2. bis 4. Februar ) Mit setsubun wird der erste Tag des Frühlings gefeiert. An diesem Tag ist es Brauch geröstete Sojabohnen im Haus herum zu werfen und zu rufen “Unglück hinaus, Glück herein”. Diese Zeremonie wird auch in Schreinen abgehalten und dabei helfen oft Maikos, indem sie kleine Beutelchen mit Sojabohnen in die Menschenmenge werfen (siehe Bild oben) Wer ein Beutelchen fängt, dem wird es Glück bringen, so glaubt man.
Für vier Tage um setsubun findet ein Event statt der obake (= Verkleidung) genannt wird. Früher beteten Maikos an diesem Tag für eine gute Zukunft veränderten ihre Haartracht. Altere Geikos die schon lange nicht mehr das Make-up junger Mädchen getragen hatten, legten es zu diesem Event wieder auf.
Doch der Brauch hat sich verändert: heutzutage gehen Maikos und Geikos in zweier oder dreier Gruppen als Schauspieler, TV-Stars, Helden aus alten Sagen oder sogar als Sumo-Ringer verkleidet zu Banketts. Die Gäste tun es ihnen oft gleich, schminken und kleiden sich wie Frauen, um dann die Maikos und Geikos zu unterhalten. Obake ist in den Hanamachis sozusagen ein “kleiner Karneval” mit Rollentausch.
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Ooshi-ki ( 20. März ) Ooshi-ki ist ein Event das zur Erinnerung an Kuranosuke Ooshi, Mitglied des Akao Clan, im bekanntesten Teehaus Japans abgehalten wird.
Im Ichiriki Teehaus war Kuranosuke Ooshi, Anführer der 47 Ronin, zu Gast. Er begang am 20. März 1703 mit 46 Mitgliedern seines Clans Selbstmord, nachdem sie den Tod ihres Clan Führers gerächt hatten. In Gedenken an Kuranosuke Ooshi organisiert das Ichiriki ein großes Bankett, auf dem die Meisterin des Tanzes, Inoue Yachiyo V, einen Tanz namens “ Fukaki kokoro” ( = Tiefes Herz ) aufführt. Eine Teezeremonie wird abgehalten, an der die Stammgäste des Ichiriki teilnehmen und Maikos und Geikos ihnen handgemachte soba (japanische Nudeln)  servieren.
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Widmungstanz im Heian Schrein  ( 16. April ) Der Heian Schrein ist Kaiser Kammu (737- 806 ) gewidmet, der 794 Kyoto zur Hauptstadt Japans erklärte. In Erinnerung an dieses Ereigniss tanzen junge Maikos und Geikos aus Gion-Kobu drei Tänze.
Dieses Event überschneidet sich mit den Kirschblüten-Tänzen, und Frauen die auf beiden Veranstaltungen auftreten, haben zu dieser Zeit besonders viel zu tun.
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Miyabi-kai ( Anfang Juli ) Miyabi bedeutet “kultivierte Eleganz” und “Versammlung” ist die Bedeutung von kai. Zu Miyabi-kai versammeln sich die Geikos und Maikos und statten dem Yasaka Schrein einen Besuch ab.
Zusammen mit Inoue Yachiyo V beten sie für die Verbesserung ihrer Tanzkünste. Dies geschieht zu Beginn des Gion Festes. An diesem Tag tragen alle Maikos und Geikos eine neue yukata ( = dünner Baumwoll Kimono). Ihre yukatas sind in Muster und Farbe (weiß und dunkelblau) identisch.
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Gion matsuri ( 1. - 31. Juli ) Das Gion matsuri (= Gion Fest) ist eines der drei Hauptfeste in Japan, es besteht aus verschiedenen Attraktionen und dauert einen ganzen Monat.
Seinen Ursprung hat es um 869 als die Pest wütete, und 66 lange Äxte aufgestellt wurden als Gebet gegen die Epidemie.
Eine der Attraktionen dieses Festes ist der “Spatzentanz” der von den Maikos im Yasaka Schrein aufgeführt wird. Er bezieht sich auf eine alte Legende, nach der die Zunge eines Spatzes verletzt wurde, als dieser von einem Reiskuchen as,  der von einer alten Frau zubereitet worden war.
Am 17. Juli findet ein Festumzug statt, bestehend aus 32 Festwägen die durch die Hauptstraßen von Kyoto ziehen, neun von ihnen sind mit langen Äxten geschmückt. 
Am 24. Juli findet in Gion eine Tanzparade statt, bei der viele Frauen, auch Geikos und Maikos, Hüte tragen die mit Blüten geschmückt sind.
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Hassaku ( 1. August ) Hassaku bezeichnet den Tag an dem Shogun Ieyasu Tokugawa (1542 - 1616) ins Schloss Edo einzog. Von diesem Tag an mussten die Befehlshaber des Militärs, Feudalherren und alle anderen nach Edo kommen um dem Shogun ihre Aufwartungen zu machen.
An diesem Tage besuchen nun  Maikos und Geikos ihre Lehrer und statten auch den Teehäusern einen Besuch ab.
Der Sommer ist in Japan sehr heiß und schwül - und dies besonders in Kyoto. Trotz der Hitze tragen Geikos und Maikos ihre formellen, schweren Kimonos aus schwarzem Ro mit den 5 aufgestickten Wappen. Somit bekunden sie, dass sie für die Verbesserung ihrer Künste Opfer auf sich nehmen und sich selbst nicht schonen werden.
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Zuiki Fest ( 4. Oktober ) Im Geisha-Viertel Kamishichiken wird eine Prozession abgehalten - eine Art Erntedankfest, bei dem Festwägen beladen mit Obst und Gemüse der Umgebung zum Kitano Tenmangu Schrein gebracht werden.
Die Geikos und Maikos diese Stadtviertels stehen vor ihren Häusern und begrüßen die Parade.
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Jidai Fest ( 22. Oktober ) 1895 wurde der Heian Schrein erbaut, um den 1100. Jahrestag von Kyoto als Hauptstadt Japans zu feiern. Von da an wurden Paraden abgehalten, die in Gruppen unterteilt war. Jede Gruppe ist in historische Gewänder gekleidet, und representiert eine historische Epoche, von der Heian Epoche bis hin zur Meiji Epoche. Geikos und Maikos aus Gion und Pontocho führen die Parade an und sind gekleidet wie berühmte Schönheiten der jeweiligen Epochen. So zum Beispiel als Onono Komachi, eine Dichterin aus der ersteh Hälfte der Heian Epoche.
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Kanikakuni ( 8. November) An diesem Tag gedenkt man Isamu Yoshii (1886 - 1960), ein Schriftsteller und Dichter, der Gion über alles liebte. Er wurde als zweiter Sohn einer angesehenen Familie geboren, und gab in Gion fast sein gesamtes Vermögen aus.
Das Wort “Kanikakuni” bedeutet übersetzt so viel wie “Was auch immer geschieht. Isamu Yoshiis berühmtestes Waka (ein japanischer Vers, bestehend aus 32 Silben) beginnt mit Kanikakuni und weither  heißt es: “... ich bin verliebt in Gion, selbst im Schlaf noch kräuseln sich die Wasser unter meinem Kissen.”
Isamu Yoshii verbrachte viel Zeit in dem Daitomo Teehaus, wo er auch den jenen Vers verfasst hat. Die Okasan jenes Teehauses war Taka Isoda - sie war eine Geiko, die bei den Schriftstellern und Poeten ihrer Zeit sehr beliebt gewesen war.
Heute gibt es da Daitomo Teehaus leider nicht mehr. Es stand am Ufer des Shirakawa Flusses und wurde mit vielen anderen Teehäusern während des zweiten Weltkrieges zerstört. An den Ufern des Shirakawa Flusses gibt es seit damals keine Teehäuser mehr.
1955 wurde dann an der Stelle wo das Daitomo Teehaus einmal stand, ein Gedenkstein aufgestellt, in den der berühmte Vers von Isamu Yoshii eingraviert ist. Jedes Jahr am 8. November gedenkt man dem Dichter an dieser Stelle - Geikos und Maikos legen Chrysanthemen nieder.
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Okencha ( 1. Dezember) Im Kitano Tenmangu Shrein wird eine große Teezeremonie abgehalten, an der die großen Teemeister teilnehmen. Die Maikos und Geikos bereiten den Tee vor und servieren ihn.
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Kaomise-Soken (Anfang Dezember) Die jährliche Kaomise Kabuki Aufführung wird in Minamiza Theater über 26 Tage aufgeführt. Das Minamiza Theater liegt dort, wo Okuni, die Gründerin des Kabuki, ihre erste Aufführung im Jahre 1603 gab. Die Kaomise Kabuki Aufführung dient dazu, die Darsteller der kommenden Saison vorzustellen.
Am vierten und fünften Tag besuchen Geikos und Maikos in ihren prächtigen Festtagskimonos die Vorstellungen. Dieses Treffen und gemeinsame Ansehen der Vorstellung nennt sich soken.
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Koto-hajime ( 13. Dezember) Koto-hajime bedeutet soviel wie “Beginn der Arbeit”. Obwohl es noch immer Dezember ist, besuchen die  Geikos und Maikos ihre Lehrer, um ihnen ihren Dank für das vergangene Jahr auszudrücken. Gleichzeitig bitten sie um das Wohlwollen der Lehrer für das kommende Jahr.
Hierfür überreichen sie meist kleine Reiskuchen, genannt kagami-mochi, die speziell für die Neujahrsfeierlichkeiten in Gion hergestellt werden.
In Gion überreicht Yachiyo Inoue, die Meisterin des Tanzes, jeder Maiko und Geiko einen Fächer der Inoue Tanzschule, wenn diese sie in ihrem Haus besuchen. Dieses Present soll die Geikos und Maikos motivieren auch im kommenden Jahr ihr Bestes zu geben.
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Okotousan und Okera Flamme (31. Dezember) Im Kyotoer Dialekt bedeutet okotousan soviel wie ”welch ein geschäftiger Moment, es gibt so viele Dinge zu tun”.
Mit diesem Satz besuchen Geikos und Maikos die Teehäuser der verschiedenen Hanamachis, die sie das Jahr über gebucht hatten und bedanken sich für das Wohlwollen der Ochayas.
Die Okasan der Ochaya schenkt jeder ihrer Besucherinnen eine Tasche in Form eines Balls, die fukudama - das bedeutet soviel wie Glücksball - genannt wird. In dieser Tasche befinden sich kleine Geschenke wie kleine Notizbücher oder Stofftaschentücher.
So kann man am Neujahrsabend in den geschäftigen Straßen Kyotos viele Maikos und Geikos mit etlichen fukudama in den Händen sehen.
Es ist außerdem Brauch, dass man während des Neujahrsabend bis in die Morgenstunden des 1. Januar in den Yasaka Schrein geht, um dort einen Docht aus Reisstroh an der heiligen Okera Flamme zu entzünden.
Man trägt den brennenden Docht nach hause und entzündet dort damit den Ofen, auf dem ozouni - die Neujahrssuppe - gekocht wird. Man glaubt, dass das Kochen mit der okera Flamme Glück für das kommende Jahr bringen.
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