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In den Schulen der Hanamachis nehmen Maikos und Geikos Unterricht in verschiedenen Künsten.

Musikinstrumente wie zum Beispiel das shamisen, verschiedene Handtrommelarten und taiko, sowie das Spielen auf der fue, der japanischen Flöte. Neben den Instrumenten erlernen sie verschiedene Gesangsarten und die Theaterform des Noh.
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Heute gibt es 3 Maiko und Geiko Schulen in Kyoto: Gion-Kobus Nyokoba Schule, die Kamogawa Schule in Pontocho und die Higashiyama Schule in Miyagawacho. In Gion-Higashi gab es ebenfalls eine Schule, allerdings wurde diese geschlossen als die Zahl der Geikos und Maikos immer weiter abnahm und sich das Aufrechterhalten der Mima Schule nicht mehr lohnte.
Außerdem findet auch Unterricht im Kamishichiken Tanz Theater sowie im Haus der Gion-Higashi Geiko Vereinigung statt. Dieser wird von freiberuflichen Lehrern abgehalten.
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Üben, üben, üben ...
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Die Unterrichtszeit in den Hanamachis ist von 10:00 bzw. 11:00 bis 15:00 - genau wie in anderen Schulen Japans. Unterrichtseinheiten und Übungsstunden werden je nach Bedürfnis abgehalten. Je nachdem ob eine Geiko oder eine Maiko das eine oder das andere mehr bedarf, so nimmt sie eben mehr Unterrichtsstunden oder Übungsstunden.
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Die Unterrichtsräume in den Hanamachi Schulen sind nicht wie andere mit Stühlen und Tischen versehen, auch eine Tafel gibt es nicht.
Die Unterrichtsräume sind alle mit Tatamimatten ausgelegt. Zwar gibt es nur ein paar Räume in den Schulen, aber dafür sind diese enorm groß. Schließlich müssen sie Platz bieten für die vielen Schülerinnen mit Instrumenten wie dem Shamisen oder für Tanzstunden, die viel Platz in Anspruch nehmen.
Der Unterricht erfolgt also in Gruppen. Wer allerdings besonders langsam ist und keine großen Fortschritte macht, wird aufgefordert in seiner Freizeit dementsprechend hart zu üben.
In früheren Zeiten war es üblich, dass Maikos die nicht vorankamen oder gar faul waren, von ihren älteren Schwestern noch vor dem Morgengrauen in den Garten geschickt wurden. Dort mussten sie ununterbrochen üben - besonders im Winter war es eine Tortur bei eisigen Minustemperaturen, mit halberfrorenen Fingern auf dem Shamisen zu üben. Heute sind solche Methoden verpöhnt.
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Betritt eine Maiko die Schule, so beginnt ihr Unterricht mit diesem Moment. Das korrekte und ehrerbietende Grüßen älterer Mitschülerinnen und Lehrer, das richtige Öffnen und Schließen der shoji, das Betreten und Verlassen eines Raumes, dies alles gehört zur Ausbildung einer Maiko.

Es ist vielleicht interessant zu erwähnen, dass beim Tanzunterricht die Tanzlehrerin bzw. -lehrer vor den Schülerinnen auf den Tatami sitzt. Die Bewegungen des Tanzes werden spiegelverkehrt zu den Schülerinnen ausgeführt - somit sehen die Maikos und Geikos ihre Lehrerin als wäre sie ihr Spiegelbild.
Die Bewegungen des Tanzes zeigt die Lehrerin im Sitzen, alleine durch ihre Gesten. Nur die Bewegungen der Hände, Arme und des Kopfes vollzieht sie vollkommen. Alles andere wird angedeutet.

In Japan ist man der Überzeugung, dass man mit dem Erlernen von Künsten am Besten im Alter von 6 Jahren beginnt. Zu dieser Zeit fällt es noch leichter, Neues aufzunehmen und die Kunst wird eins mit dem Körper.
Allerdings hat sich dies ebenfalls verändert - anders als früher, als es normal war, das ein Mädchen bereits mit 6 Jahren auf ihr Leben als Maiko oder Lehrerin einer bestimmten Kunst vorbereitet wird, lernen heutzutage immer weniger Mädchen bereits in diesem Alter eine traditionelle Kunst.
Dennoch gibt es noch viele Lehrer/innen, die schon in frühem Alter das Studium der modernen Künste begannen und heute sind Geikos und Maikos stolz, von solchen Persönlichkeiten unterrichtet werden zu können.

Die Jugend der Geishas die heute fünfzig oder älter sind, sah komplett anders aus, als die der Mädchen, die heutzutage den Beruf der Geiko erlernen.
Damals fing man schon mit elf oder zwölf an, in einer okiya zu dienen - als Magd oder Dienstmädchen. Mit ca. 14 Jahren traten sie dann meist in den stand der minarai ein. Minarai bedeutet "lernen durch beobachten" - dann dauerte es sehr lange, bis sie ihre Ausbildung beendet hatten. Die meisten hatten bis dahin ihr achtzehntes Lebensjahr erreicht. Während dieser 6-8 jährigen Zeit der minarai hatten sie intensiven Unterricht in japanischen Künsten - dem shamisen, Gesang, Tanz ... Wenn sie dann aber schließlich als Geiko vor die Kunden traten, waren aus ihnen Künstlerinnen geworden, die ihr Handwerk perfekt beherrschten.
War die Ausbildung damals also mit 18 bereits beendet, so beginnt sie heutzutage erst mit 18. Die Zeit, die für die Ausbildung der Künste in Anspruch genommen wird ist weit begrenzter als Früher. Allerdings ist es auch so, dass egal ob man nun schon Geiko oder noch Maiko ist - geübt wird immer!
In der Geisha Welt gilt das Motto "Man lernt nie aus!". Selbst Geikos in hohem Alter lernen und üben immer weiter, denn ihrer Meinung nach ist die Perfektion noch längst nicht erreicht - auch wenn es dem Betrachter ihres Tanzes, oder dem Hörer ihres Gesangs so scheinen mag.
Sie lernen und üben ihre Künste bis zum Ende.

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Die traditionellen Künste sind der Lebensinhalt einer Geisha. Umgekehrt entwickelt sich auch ihr Leben zu einer Kunstform. Alles was eine Geisha tut, jede Bewegung, jede Geste, ihre Art zu sitzen und zu gehen und ihre Weise zu sprechen, wird ein Ausdruck ihrer Kunst sein.
Die Geisha strebt ein Ideal an, und um dieses zu erreichen muss sie aufmerksam sein, bis schließlich die Haltung, die man von ihr erwartet, völlig selbstverständlich für sie wird und ohne, dass sie mehr darauf achten muss, im täglichen Leben und Verhalten zum Vorschein kommt.

Der Beruf der Geisha besteht nicht darin, abends in einen Kimono zu schlüpfen und ihren Job zu machen. Die Zeit die sie auf einem ozashiki verbringt ist lediglich der für Außenstehende sichtbare Teil ihres Lebens.
Betritt die Geisha einen ozashiki Raum, so bringt sie eine derartige Eleganz mit, die den Abend in eine ganz besondere Atmosphere hüllt. Das Geheimnissvolle dass die Geishas umhüllt rührt daher, dass ihr Leben so vollkommen anders ist, als das normaler Menschen. Ihre Welt ist verschlossen durch Mauern - und diese Mauern sind die Künste und die Disziplin.

Natürlich gibt es auch Geishas, die ihren Beruf als Job betrachten. Allerdings trifft dies mehr für Großstadt Geishas zu. Die Geikos der alten Kaiserstadt Kyoto sind viel mehr mit den alten Traditionen verbunden und diese geben ihnen ihren Lebensinhalt.
Sie sehen ihre Arbeit als Berufung und geben ihr ganzes Bewußstsein und all ihre Energie den Künsten hin.

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